Valentina Murabito. BESTIARIUM
Ausstellung zum Artenschutz mit Fabeln von Etta Scollo, Timea Tankó und Jan Schomburg

15.9. – 14.11.2021

 

 

Bizarre Pferd-Esel-Zwitter, Kühe mit vier Augen oder Fischschwanz zeigt die Künstlerin Valentina Murabito in ihrem BESTIARIUM. Über Jahre hat sie von Klimawandel und Urbanisierung bedrohte Tiere in Deutschland und ihrer Heimat Sizilien fotografiert und im Fotolabor in Fabelwesen verwandelt. Die 17 ausgestellten Analogfotografien auf Holz, Stahl und Beton begleiten doppeldeutige Fabeln für Kinder und Erwachsene von namhaften Künstler*innen wie „Deutschlands beliebtester italienischer Sängerin“ Etta Scollo, der diesjährigen Gewinnerin des Übersetzerpreises Timea Tankó und dem Autor und Regisseur Jan Schomburg. Das Gotische Haus – Berlins ältestes Bürgerhaus – bildet den passenden Rahmen. Es stammt – wie Bestiarien – aus dem Mittelalter. Bestiarien waren meist von Mönchen geschaffene Bücher, die in Bildern und Fabeln von Abenteuern fiktiver Einhörner und Drachen, aber auch realer Füchse und Hasen erzählten. Sie hielten den Menschen einen Spiegel vor. Murabitos modernes BESTIARIUM erinnert an die Schönheit der Tiere, die es zu schützen gilt, bevor sie zu wundersamen Wesen werden.

Abb.: Valentina Murabito: 1878. The horse in motion, Fotografie auf Holz, 36 x 30 cm, 2019, Privatsammlung © VG Bild-Kunst, Bonn
Abb.: Ausstellungsansichten “Valentina Murabito. BESTIARIUM” © Gotisches Haus Spandau