Das Leben in der Stadt – ein Rundgang durch sechs Jahrhunderte.

Im Mai 2017 eröffnete im Obergeschoss des Gotischen Hauses der erste Teil der neu überarbeiteten Ausstellung zur Geschichte des städtischen Wohnens in Spandau – der zweite Teil folgt im Jahr 2018. Die Ausstellung für die ganze Familie gehört zum Stadtgeschichtlichen Museum Spandau, das im Zeughaus auf der Zitadelle beheimatet ist.

Die historische Ausstellung im Gotischen Haus beleuchtet zunächst die Geschichte dieses einzigartigen Hauses selbst. Dabei helfen nicht nur archäologische Objekte wie glasierte Ofenkacheln und Münzen, sondern auch die originalen Wände, die so manches Geheimnis bereithalten. Die anschließenden Räume erzählen vom Alltag in der Stadt und laden zum Mitmachen ein: zum Singen, Raten und Theaterspielen.

 

Stein mit Ritzzeichnung, Foto: Friedhelm Hoffmann

1510/1938

Eine Intervention des Stadtgeschichtlichen Museums Spandau

09.11.-18.11.2018

Anlässlich des 80. Jahrestages der Reichspogromnacht am 8./9. November 1938, rückt eine Intervention in den Räumlichkeiten des Gotischen Hauses einen denkwürdigen Grabungsfund in den Vordergrund. Der Grabstein des jüdischen Spandauers Mordechai  wird zum Ausgangspunkt einer Erzählung, die über die Vertreibung der Brandenburger Jüdinnen*Juden im Mittelalter bis in das 20. Jahrhundert reicht. Besucher*innen sind eingeladen, miteinander über diese Geschichte in Austausch zu treten.