Die Räume im Erdgeschoss des Gotischen Hauses dienen als eine der Kommunalen Galerien in Spandau.


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Renate Hampke. Schlauch hoch drei – eine Rauminszenierung

25.06.- 05.09.2021

 

Ursprünglich aus der Malerei kommend, arbeitet Renate Hampke seit der Jahrtausendwende mit Objekten wie z.  B. Seifenreststücken und gebrauchten Fahrradschläuchen. Diese verfremdet sie durch Faltungen und Drehungen zu plastischen Formen und “Knoten”. Andere Schlauchelemente fügt sie zu graphischen Wandteppichen zusammen.

Mit “Schlauch hoch drei” transformiert die Künstlerin vier historische Wände des Gotischen Hauses in ein kubisches Gefüge, indem sie die Raumgeometrie durch rhythmische Versetzung von liegenden Objekten und Wandteppichen neu definiert und so einen Raum im Raum entstehen lässt.

Es findet ein Wechsel vom Historischen zum Geometrischen und – durch die Wahl des Materials – zum Gegenwärtigen statt. Die Raumwahrnehmung wird nicht nur durch die neue Raumteilung, sondern auch durch die besonderen olfaktorischen Eigenschaften des Materials bestimmt. Denn die Kunstwerke aus Fahrradschläuchen sind nicht nur in ihrer sperrigen visuellen Gestalt präsent, sondern auch durch ihren raumfüllenden Geruch. So entwickelt Renate Hampke eine neue Lesbarkeit von Raum und Objekt, Architektur und Kunst.

 

Mit freundlicher Unterstützung der bezirklichen Förderfonds der Senatsverwaltung Kultur und Europa
Abb.: Renate Hampke: Pneuma-tacs (Installationsansicht, Detail), 2016, courtesy: Semjon Contemporary  © Renate Hampke