Die Räume im Erdgeschoss des Gotischen Hauses dienen als eine der Kommunalen Galerien in Spandau.


„Sensation und Reflection“ – Irène Hug

1.2.2020 – 17.5.2020
Eröffnung 31.1.2020, 19.00 Uhr

Sprache, Schrift und Text sind zentrale Momente in der Kunst von Irène Hug. Das Medium Schrift taucht dabei in unterschiedlicher Weise auf: in Form von Leuchtboxen, als Rauminstallationen, in meist von ihr manipulativ bearbeiteten Fotos, in Buchstaben und schließlich Worte nachbildenden Objekten. Ebenso aber auch als (Holz-) Skulptur oder auf großflächigen Wandbildern im Innen- und auf Architekturen im Außenraum.

In der Ausstellung „Sensation und Reflection“ analysiert Irène Hug die Verknüpfung von Schrift und Bild, deren Dialektik von Offenheit und Geschlossenheit, Linearität und Vernetzung genauso wie die daraus hervorgehende Ambivalenz, die gelegentlich sogar ins Widersinnige kippen kann. Mit den künstlerischen Mitteln von Appropriation, Montage, Zitat und Retusche reagiert sie nicht nur auf vorgefundene Materialien, (Raum-)Situationen oder stereotype Erscheinungsbilder, deren Aussagewert und Bedeutung sie durch minimale und zugleich komplexe Eingriffe verändert und kommentiert, sondern auch auf die aktuelle soziale und politische Lage.

Irène Hug konstruiert in diesen Arbeiten ein feines Netz unterschiedlicher Bedeutungsebenen. Die Entfaltung immer neuer Erzählmomente verweist auf die Kontingenz nicht nur von Schrift, sondern auch ihrer gestalterischen Mittel und, nicht zuletzt, auf die uns umgebende Realität.